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Historische Gebäude

Neubauten

Entwicklung

Die zwischen 1899 und 1910 neu entstandenen Übertageanlagen (Kauengebäude, Turbinenhalle, Lohnhalle und Krankenverbandhäuschen - später Elektrowerkstatt) der Schachtanlage Bonifacius wurden von dem architektonisch interessierten Leiter der GBAG Emil Kirdorf beauftragt und nach den Plänen des Zechenbaumeisters Bongard errichtet.

Die großen Zechenkonzerne mit viel Kapital und großen Planungsbüros boten gute Voraussetzungen, dem Anspruch, repräsentative Anlagen zu errichten, gerecht zu werden. Somit entstand eine nach einem einheitlichen Ordnungsprinzip geplante Großzechenanlage.

Die Zeche Bonifacius ist ein bedeutendes Dokument für diese Entwicklungstendenz. Auf die hochwertige architektonische Ausbildung der einzelnen Gebäude aus der damaligen Zeit ist hier besonders hinzuweisen.

Das Lohnhallengebäude mit dem dahinter liegenden Kauengebäude orientiert sich in der Gestaltung an Schlössern und Burgen.
Die Fördermaschinenhallen Schacht I und die Umformerhalle zeigen Formen des Jugendstils und des Neobarocks.
Die ehemalige Fördermaschinenhalle Schacht II (Architekt Fritz Schupp) ist in Stahlfachwerkbauweise errichtet, und zwar nach dem Vorbild der Funktionsarchitektur von Zollverein Schacht XII.

Die Zeche Bonifacius ist ein Zeugnis der wirtschaftlichen Entwicklung Essens. Die Anlage bildet zusammen mit Zeche Carl und Zeche Zollverein Schacht XII eine geschichtlich geschlossene Reihe beispielhafter Zechenanlagen, anhand derer sich die Entwicklung des Bergbaus dokumentieren lässt.